An das Hungebiet schliet sich stlich ein anderes an, Nr. III, dessen Hauptspracheigentmlichkeit darin besteht, jedes g am Anfang eines Wortes wie j zu sprechen, z. B. Jott, jut, janz, jlatt, jnaulen, jrot. Auerdem spricht man hier e und i statt und : schne hser; ferner sch wie im Hochdeutschen in den Verbindungen schl, schm, schn, schp, scht, schw, also schln, schmekken, schnn, schprken, schtn, schwn. Das braunschweigisch-hannversche Gouvernantendeutsch stehen, sprechen verrt niederdeutsche (plattdeutsche) Aussprache. Auerdem bildet man wie im Hochdeutschen die Mehrzahl der Gegenwart mit der Endung en: wei ten und sagt jans, Mehrzahl jense. Die westlichen Grenzorte dieses Gebietes sind Ballenstedt, Rieder, Gernrode, Stecklenberg, Reinstedt, Weddersleben, Thale, Warnstedt, Westerhausen, Quedlinburg, Ditfurt, Wegeleben, Halberstadt, doch spricht Westerhausen sprken, stain.

 

 

Westerhuser Mundart. III.

Wat dit Jr op unsen Frischeit'n is!
D mettn'n je alle staunen.
Dat is en Lpens un en Rummelns
Umme de len Bauen.
Ek heww'et man von wtens sain
Dat Hen- un Hrjelpe.
Fr, hle man jlks Kauken rop,
Denn jn wai allehpe.
J brkt blss vor de Dr te jn,
Denn hr' je schn dat Jrlen.

 

Sprichwrter und Reime aus der Halberstdter Gegend.

Wenn de Kinder ren Willen krt, denn schrt se nich.
Ut Kinder wert Le, t Mkens wert Bre.
D snen Kindern jift et Brt un litt denn endlich slben Nt, dn sl man mit'n Knppel dt.
En Bre blift'n Bre, un wenn'e bet Klokke nejjene slpt.
Glcke mot'n heb'n, s de Bre, d storf sne Fr un kalwe sne Kau.
De Brfr kann in re schrte mr t'n Huse drn w de Br op'n Wn rinfeurt.
Wemme von'n Dwel sprikt, denn stait'e op de Ecke (isse nich wt).
Vor Jelt kamme'n Dwel danzen lten.