Badestuben

Neben der Hauptaufgabe der Badehäuser, der Durchsetzung der Hygiene zur Abwehr von Krankheiten (z.B. Pest), waren Badestuben auch ein Ort ausgelassenen Vergnügens. Den Beruf des Baders zählte man zu den unehrenhaften Berufen. So wurde 1634 einem Bademeister der Teichbadestube der Titel des Schützenkönigs wieder aberkannt.

Standorte:

  • Altstadt: Ratsbadestube in der ehemalige Marktstraße 8;
  • Badehaus der Sylvestrigemeinde im Heideviertel
  • Neustadt: Badehaus der Johannisgemeinde in der Grünen Straße
  • Nöschenrode: Badestube der Priester der Theobaldikirche




Gaswerk in den 20er Jahren

Stadtwerke

Mit der Errichtung eines Gaswerkes am Wernigeröder Anger 1863 bekam die Stadt auch ihre erste Straßenbeleuchtung. Die Versorgung der gesamten Stadt mit den Gaslaternen sollte sich aber noch bis zum I. Weltkrieg hinziehen. 1899 wurde die Gasanstalt in die Feldstraße verlegt. Nachdem Nöschenrode schon 1897 ein eigenes Lichtwerk besaß, wurde Wernigerode, das anfangs durch die Überlandzentrale Derenburg versorgt worden war, erst 1911 an das elektrische Netz angeschlossen. 
Im Jahre 1877 wurden auch die bisher privaten Wassergewerkschaften einer städtischen Kommission unterstellt. 

1911 kamen alle Versorgungsbereiche, also Gas, Wasser und Elektrizität, unter städtischer Aufsicht. 1938 erfolgte die Zusammenfassung entsprechend der Eigenbetriebsverordnung der Stadt zu den Stadtwerken.