TheaterGeistliche, Bürger, Schüler und fahrende Theatergruppen führten im ausgehenden Mittelalter überwiegend religiöse Dramen und Volkskomödien auf. Die im 16. Jahrhundert beliebter werdenden Volkskomödien (z.B. 1592 David und Goliath) fanden während des 30-jährigen Krieges ihr vorläufiges Ende, wurden aber später von fahrenden Truppen aufgeführt. |
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| auch klassische Opern spielte. Nach häufigen Wechseln der Theaterbesitzer im Kurhaus wurde 1946 das Stadttheater neu gegründet, fand aber wegen ökonomischer Zwänge und anderer Streitigkeiten 1949 sein endgültiges Ende. Das damals favorisierte Halberstädter Theater hat bis heute Bestand.
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MusikSchon im späten Mittelalter finden wir in Wernigerode einen vom Rat bezahlten Stadtmusikanten, der mit seinen Musikern zu Hochzeiten und anderen Festlichkeiten aufspielte. Daneben fanden sich Schüler des Gymnasiums in der "Kurrende" zusammen, um beim Gottesdienst zu musizieren, aber auch, um singend durch Stadt und Land zu ziehen. |
| Das städtische Orchester gründete sich 1921 neu. Zu ihrem Repertoire gehörten Kur- und Sinfoniekonzerte, aber auch Opern und die Begleitung von Stummfilmen. Das Orchester blieb mit Änderungen der Trägerschaft durch die Jahrzehnte bis heute bestehen. Der in den 60er Jahren gegründete Rundfunkjugendchor des heutigen Landesmusikgymnasiums belegt bei nationalen und internationalen Wettbewerben Bestplätze. Wernigerode kann sich heute durch die Vielzahl von Chören, die Schlossfestspiele und den Brahms-Chorwettbewerb zu recht als Musikstadt bezeichnen. |
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PostwesenEnde des 16. Jahrhunderts bestanden in deutschen Landen 130 Strecken, auf denen regelmäßig die Reit- und Fahrpost ihren Dienst anbot. Wahrscheinlich war Wernigerode schon in dieser Zeit an das Netz angeschlossen. Die Brief- und Paketpost sowie die Personenbeförderung durch Postkutschen fanden mit dem Ausbau des Eisenbahnnetzes im ausgehenden 19. Jahrhundert ihr Ende. |
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Wernigeröder Zeitung und IntelligenzblattIn der schon seit 1697 bestehenden Druckerei des Johann Wilhelm Mertens, die der spätere Hofdrucker Michael Anton Struck 1700 übernahm, wurde am 3. Januar 1797 die Erstausgabe des Wernigerödischen Intelligenzblattes gedruckt und herausgegeben. Anfangs diente sie vorwiegend der Publizierung von Verordnungen des Grafenhauses, gerichtlichen Bekanntmachungen und öffentlichen Mitteilungen. |
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| Die Leitung in den ersten Jahren des Bestehens übernahm der Wernigeröder Bibliothekar und Schriftsteller Johann Lorenz Benzler seit 1808, gefolgt von Heinrich Delius, der als Archivar und Historiker erstmals auch regionalgeschichtliche Abhandlungen veröffentlichte. Nach Einführung der Kreisordnung fungierte die Zeitung als amtliches Blatt des Kreises Wernigerode. Nach dem Zusammengehen mit der 1917 gegründeten "Wernigeröder Zeitung" erschien die Zeitung unter ihrem alten Titel "Wernigeröder Zeitung und Intelligenblatt - Amtliches Blatt der Grafschaft Wernigerode". Am 28. April 1943 stellte die Tageszeitung ihr Erscheinen ein. |
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